Unter Energiearbeit wird hier die Fähigkeit verstanden, den Energieverlauf im menschlichen Körper zu erspüren und bewusst zu beeinflussen, sowie auch „universelle Energie“ aufzunehmen und weiterzuleiten. Basierend auf der tibetischen, vedischen und taoistischen Lehre vollzieht sich die Schulung dieser Fähigkeiten in mehreren Schritten; im Vordergrund steht insbesondere die eigene spirituelle Entwicklung, denn diese bestimmt die „Schwingungsebene“ des potentiellen „Heilers“. Basierend auf der tibetischen Philosophie fängt der Entwicklungsprozess mit einer Läuterung des Geistes an, d.h. mit dem Studium der Diamant Sutras und der Dharma Lehre. Allgemein wird der Intellekt geschult, hinter die „Realität der Dinge“ bzw. das Konstrukt derselben zu schauen und diese mit Meditationsübungen zu „begreifen“. Die Rezitation von heiligen Mantras unterstützt zudem den Prozess der „geistigen Läuterung“, bzw. der Klärung des „Seins“ auf allen Ebenen. Laut der Veden klärt die Resonanz bzw. Schwingung der Mantras auch den feinstofflichen Körper und macht diesen für die „Einweihungen“ bzw. Energieübertragungen empfänglich. Um den angehenden „Heiler“ in der „Energieaufnahme“ zu schulen wird der Lehrer ihm verschiedene Meditations- und Atemübungen beibringen, die sie/er dann im Selbststudium üben muss. Hinzu kommen später noch Mudras, bzw. Fingerstellungen, die es dem „angehenden“ Heiler erlauben Energie bewusst zu leiten. Während der Schüler die Techniken vermittelt bekommt, die sie/er braucht, um seinen Geist zu läutern, seine „Schwingungsebene“ anzuheben, seine Sensitivität zu schulen und die Techniken vermittelt bekommt, um die Energie gezielt zu leiten, unterstützt der Lehrer den Prozess mit einem oder mehreren „Zyklen von Einweihungen“, je nachdem wie „aufnahmefähig“ der Schüler ist. Während dieser Zeit arbeitet der Schüler auch an seiner eigenen Persönlichkeit und ist bestrebt sein Ego zu zähmen, um sich dem „Grösseren“ zu widmen und die Einheit mit der „Gottheit“ zu erlangen; in den Veden wäre dies Brahama, im Buddhismus die Boddhisatwas, bzw. der lapislazuliblaue Medizin Buddha. Im allgemeinen ist der Schüler bestrebt ein „sattwisches“ Leben zu führen, bzw. in Achtsamkeit und geistiger Klarheit zu leben. Die Bebstrebsamkeit und Disziplin des Schülers, sowie die spirituelle Entwicklung und Schwingungsebene des Lehrers bestimmen die Qualität der „Heilgabe“ des Schülers. In der vedischen Lehre kommen zu den Meditationsübungen noch Yogaübungen hinzu, welche die Kundalini wecken und die persönliche Läuterung und spirituelle Entwicklung fördern.
Die Wirksamkeit der Einweihung ist somit stark von der spirituellen Entwicklung des Lehrers abhängig.
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